C5-Readiness

BSI C5

C5-Themengebiet OPS: den Regelbetrieb prüffähig aufstellen

OPS (Regelbetrieb) ist mit 35 Kriterien das größte Themengebiet des C5:2026. Es deckt den gesamten laufenden Betrieb ab: Kapazität, Schutz vor Schadsoftware, Datensicherung, Protokollierung, Schwachstellen und Patches, Datentrennung, Confidential Computing und Container. Diese Seite ordnet die acht Teilbereiche, zeigt an einem SaaS-Beispiel die Aufgabenteilung mit der Plattform und führt eine ausgefüllte Kontrolle mit den passenden Nachweisen vor.

Serverraum im Halbdunkel mit Reihen von Statusleuchten, eine Reihe golden

Stand: 2026-11-01

Diese Seite behandelt das Themengebiet OPS (Regelbetrieb) des C5:2026, Abschnitt 5.6 des Katalogs. Wie Kriterien und Unterkriterien grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt die Seite C5-Kriterienkatalog.

Worum geht es im Themengebiet OPS?

OPS verlangt, dass der laufende Betrieb des Dienstes geplant, überwacht und nachweisbar abgesichert ist. Mit 35 Kriterien, 89 Basis-Unterkriterien, 9 verschärfenden und 28 erweiternden Zusatz-Unterkriterien ist es das umfangreichste Gebiet. Die Kriterientitel ergeben acht Teilbereiche; die Gruppierung ist unsere Lesehilfe:

TeilbereichKriterienKern (eigene Kurzfassung)
KapazitätsmanagementOPS-01 bis OPS-03Bedarf vorausplanen, vertragsgemäße Bereitstellung überwachen, Kunden die Steuerung ihrer Ressourcen ermöglichen
Schutz vor MalwareOPS-04, OPS-05Richtlinie und Umsetzung, Signaturen mindestens täglich aktualisieren, regelmäßige Auswertung
Datensicherung und -wiederherstellungOPS-06 bis OPS-09verschlüsselte Sicherung nach RTO und RPO, Überwachung, Wiederherstellungstest mindestens jährlich, entfernter Standort
Protokollierung und ÜberwachungOPS-10 bis OPS-17was protokolliert wird, Umgang mit abgeleiteten Daten, SIEM, Aufbewahrung, Zurechenbarkeit, Schutz der Protokollsysteme
Schwachstellen, Vorfälle und AbstürzeOPS-18 bis OPS-29Schwachstellenmanagement mit Fristen, Penetrationstests, Scans, Härtung, Patch-Management, Fremdbibliotheken, Störungen und Abstürze
Trennung von DatensätzenOPS-30, OPS-31Mandantentrennung entlang eines dokumentierten Schichtenmodells
Confidential ComputingOPS-32, OPS-33nur anwendbar, wenn der Dienst Confidential Computing anbietet
Container-ManagementOPS-34, OPS-35Richtlinien und Umsetzung für den Lebenszyklus von Images und Containern

Elf OPS-Kriterien sind in C5:2026 ohne Vorgänger neu, darunter Patch-Management (OPS-27, OPS-28), Fremdbibliotheken (OPS-29), Datentrennung als Richtlinie (OPS-30) sowie Confidential Computing und Container. Mehrere bisherige Kriterien tragen neue Nummern: aus OPS-19 bis OPS-23 in C5:2020 wurden OPS-22 bis OPS-26, aus OPS-24 wurde OPS-31. Verweise in alten Kontrollbeschreibungen müssen Sie deshalb umstellen.

Schaubild „Die acht Teilbereiche von C5 OPS“, Gruppierung nach den Kriterientiteln. Acht Kacheln mit Anzahl der Kriterien und IDs: Kapazitätsmanagement 3 (OPS-01 bis OPS-03), Schutz vor Malware 2 (OPS-04, OPS-05), Datensicherung und -wiederherstellung 4 (OPS-06 bis OPS-09), Protokollierung und Überwachung 8 (OPS-10 bis OPS-17), Schwachstellen, Vorfälle und Abstürze 12 (OPS-18 bis OPS-29, hervorgehoben), Trennung von Datensätzen 2 (OPS-30, OPS-31), Confidential Computing 2 (OPS-32, OPS-33, nur anwendbar, wenn der Dienst es anbietet), Container-Management 2 (OPS-34, OPS-35). Darunter: 35 Kriterien; Unterkriterien 89 Basis, 9 verschärfend, 28 erweiternd.
Die acht Teilbereiche des Themengebiets OPS, Gruppierung nach den Kriterientiteln. Quelle: BSI, Kriterienkatalog Cloud Computing C5:2026, Version 1.1.0, Abschnitt 5.6; eigene Darstellung.

Ausgangssituation: ein SaaS-Anbieter vor der ersten Prüfung

Fiktives Beispiel, kein Kunde. Ein Anbieter betreibt ein Portal, über das Arztpraxen Laboraufträge erteilen und Befunde empfangen. Der Dienst läuft auf der Infrastruktur eines großen Cloud-Anbieters in einem verwalteten Kubernetes-Cluster, mit verwalteter Datenbank und Objektspeicher. Protokolle gehen an einen SIEM-Dienst eines spezialisierten Dienstleisters. Das Betriebsteam besteht aus fünf Personen mit wöchentlicher Rufbereitschaft.

So sieht es vor dem Projekt aus:

  • Die Datenbank erstellt automatisch Snapshots; eine Wiederherstellung wurde zuletzt vor zwei Jahren bei einem Fehler durchgeführt, nicht als geplanter Test.
  • Ein Schwachstellenscanner prüft die Knoten des Clusters, die Container-Images und die eingebundenen Bibliotheken aber nicht.
  • Kritische Funde behandelt das Team schnell, feste Fristen je Schweregrad gibt es nicht.
  • Das SIEM sammelt Protokolle, die Regeln wurden seit der Einführung nicht angepasst.
  • Für Produktanalysen werden Nutzungsdaten der Praxen ausgewertet; was davon im Vertrag steht, weiß niemand genau.

Wer ist wofür verantwortlich: Anbieter, Plattform, Kunde?

In OPS teilen sich Anbieter und Plattform viele Aufgaben, und der Katalog nennt bei mehreren Kriterien ausdrücklich Mitwirkungspflichten der Kunden. Unsere Einordnung für das Beispiel:

AspektAnbieterPlattform (Subdienstleister)Kunde (Praxis, Labor)
Kapazitätplant Bedarf, konfiguriert Skalierung, überwacht SLAstellt Rechenleistung und Skalierungsfunktionen bereitbildet seinen Bedarf im SLA ab und überwacht die Vereinbarung (korrespondierende Kriterien zu OPS-01, OPS-02)
Datensicherunglegt Umfang, Aufbewahrung und Verschlüsselung fest, testet die Wiederherstellungstellt Snapshot- und Replikationsfunktionen bereitfordert Ergebnisse der Wiederherstellungstests an (zu OPS-08)
Protokollierungbestimmt Ereignisse, führt Protokolle im SIEM zusammen, wertet ausliefert Protokolle der verwalteten Dienstevergibt eindeutige Benutzerkennungen, damit Vorfälle zurechenbar sind (zu OPS-15)
Schwachstellen und Patchesscannt und patcht eigene Images, Knoten und Bibliothekenpatcht die verwalteten Dienste und die Steuerungsebene des Clustersprüft Komponenten im eigenen Verantwortungsbereich, etwa eigene Schnittstellenclients (zu OPS-18, OPS-25)
Containerverantwortet Images, Deployment und Laufzeit der eigenen Containerbetreibt den verwalteten Cluster-
SIEM als Dienstbleibt für OPS-13 verantwortlich und überwacht den Dienstleister--

Plattform und SIEM-Dienstleister sind Subdienstleister (Subservice-Organisationen). Nutzen Sie für sie die Carve-out-Methode, liegen deren Kontrollen außerhalb Ihrer Prüfung, die Verantwortung für die Kriterien bleibt aber bei Ihnen; die Überwachung läuft über das Gebiet SSO. Wie Sie die Methode wählen, steht auf der Seite C5-Scope.

Beispiel-Kontrollbeschreibung zu OPS-25

OPS-25 verlangt, die Systemkomponenten im Verantwortungsbereich des Anbieters „mindestens monatlich einem Schwachstellenscan“ zu unterziehen, mit Abgleich gegen aktuelle Schwachstellendatenbanken wie CVE oder EUVD (OPS-25.01B). Der Schweregrad wird nach definierten Kriterien bewertet, Maßnahmen beginnen innerhalb definierter Zeitfenster, und die Ergebnisse fließen in die SIEM-Regeln ein (OPS-25.02B bis 04B). Die Fristen selbst legt die Richtlinie nach OPS-18 fest; dort verlangt der Katalog unter anderem, dass die Bearbeitung „hoher“ Schwachstellen binnen eines Arbeitstags beginnt (OPS-18.03B). Unsere Beispiel-Kontrolle (eigene Formulierung, kein Katalogtext):

FeldBeispiel
Kontroll-IDK-OPS-25-01 Monatlicher Schwachstellenscan mit Fristenüberwachung
ZugeordnetOPS-25.01B bis OPS-25.04B; Fristen aus der Richtlinie zu OPS-18
ZielSchwachstellen in allen Systemkomponenten im Verantwortungsbereich des Anbieters werden jeden Monat erkannt und innerhalb der Fristen aus der Richtlinie nach OPS-18 behandelt.
VerantwortlichLeitung Betrieb (Durchführung und Behebung); Kontrolle durch die Informationssicherheitsbeauftragte (ISB)
Auslöser und Frequenzgeplanter Scan am ersten Werktag jedes Monats für Knoten, Container-Images in der Registry und Abhängigkeiten der Anwendung; zusätzlich bei jedem neuen Image in der Build-Pipeline
DurchführungDer Scanner gleicht die Softwarekomponenten gegen aktuelle Schwachstellendatenbanken ab. Jeder Fund erzeugt automatisch ein Ticket mit CVSS-Wert und Frist nach Richtlinie. Bei Funden mit bekannter Ausnutzung passt der Betrieb binnen eines Arbeitstags die Erkennungsregeln im SIEM an.
KontrolleDie ISB prüft monatlich, ob der Scan alle Komponenten aus dem Inventar erfasst hat, und vergleicht offene Tickets mit ihren Fristen. Das Ergebnis geht in die quartalsweise Bewertung der Verfahren nach OPS-23 ein.
EskalationFristüberschreitung bei „kritisch“ oder „hoch“: sofortige Meldung an Leitung Betrieb und Geschäftsführung; wird eine Schwachstelle bewusst nicht behoben, ist eine Risikobewertung nach OPS-18.05B mit Ausgleichsmaßnahmen und Wiedervorlage nötig.
NachweisScanberichte je Monat mit Abdeckungsliste, Tickets mit Zeitstempeln, Änderungsprotokoll der SIEM-Regeln, monatliches Kontrollprotokoll

Die ergänzenden Informationen zu OPS-25 nennen als Beispiel für einen risikobasierten Rahmen mit CVSS-Zeitfenstern etwa 24 bis 48 Stunden für „kritisch“ und einen Monat für „niedrig“; das erweiternde Unterkriterium OPS-25.01AC verlangt einen solchen risikobasierten Rahmen, die Zahlen selbst sind ein Beispiel, keine Vorgabe. Die Daten der Softwarekomponenten können, müssen aber nicht, über eine SBOM ermittelt werden.

Welche Nachweise der Prüfer sehen will

OPS erzeugt viele Nachweise mit festem Rhythmus. Bei einem Typ-2-Bericht muss jeder Rhythmus im Zeitraum lückenlos belegt sein. Beispiele aus dem Szenario:

NachweisKriteriumHerkunftVerantwortlichZeitbezug
Kapazitätsprognose und Abgleich mit SLAOPS-01, OPS-02Monitoring, KapazitätsberichtLeitung Betriebje Planungszyklus, etwa quartalsweise
Aktualisierung der Malware-SignaturenOPS-05.02BKonsole des SchutzprogrammsBetriebmindestens täglich, Stichprobe im Zeitraum
Überwachung der Sicherungsläufe mit FehlerticketsOPS-07Monitoring, TicketsystemBetriebfortlaufend
Protokoll des Wiederherstellungstests mit RTO- und RPO-Vergleich und Entsorgung der TestdatenOPS-08.01B bis 05BTestprotokollLeitung Betriebmindestens einmal im Jahr
Protokollierungskonzept mit ZeitquellenOPS-10.01BDokumentenablageISBgültige Fassung im Zeitraum
SIEM-Anbindung und RegeländerungenOPS-13, OPS-25.04BSIEM-Konfiguration, ÄnderungsprotokollBetriebfortlaufend
Penetrationstestbericht und TestplanOPS-22externer TestdienstleisterISBmindestens jährlich und bei wesentlichen Änderungen
Härtungsvorgaben und AbweichungsberichteOPS-26KonfigurationsprüfungBetriebfortlaufend
Patch-Tickets mit Test und NachscanOPS-27, OPS-28Ticketsystem, ScannerBetriebje Patch
Quartalsbewertung der Verfahren für Schwachstellen und VorfälleOPS-23.02BBewertungsprotokollISBmindestens quartalsweise

Wie Sie diese Nachweise je Unterkriterium und Fälligkeit verwalten, zeigt die Seite Nachweise und Dokumentation.

Mögliche Lücken: Ursache, Wirkung, Abhilfe

Die folgenden Lücken ergeben sich aus dem Wortlaut der Kriterien und dem Szenario. Ist ein einziges Unterkriterium nicht erfüllt, gilt das Kriterium als nicht erfüllt, und der Prüfer berichtet die Abweichung (Abschnitte 3.4.12 und 3.4.13).

Mögliche LückeUrsacheWirkungAbhilfe
Snapshots ohne geplanten WiederherstellungstestDie Plattform sichert automatisch, also gilt das Thema als erledigt.OPS-08 verlangt mindestens jährliche Tests, die eine Bewertung gegen vertragliche Vereinbarungen, RTO und RPO erlauben, vollständig dokumentiert einschließlich der sicheren Entsorgung der wiederhergestellten Daten; ein Ernstfall vor zwei Jahren erfüllt das nicht.jährlichen Test planen, Zielwerte vorher festlegen, Ergebnis und Entsorgung protokollieren.
Scan ohne Container-Images und BibliothekenDer Scanner wurde für virtuelle Maschinen eingerichtet.OPS-25.01B gilt für alle Systemkomponenten im Verantwortungsbereich des Anbieters, OPS-29 verlangt ein Verfahren für Updates von Fremd- und Open-Source-Bibliotheken.Scan der Registry und der Abhängigkeiten in die Pipeline aufnehmen, Abdeckung gegen das Inventar prüfen.
Keine festen Fristen je SchweregradDas Team arbeitet nach Gefühl.OPS-18 verlangt definierte Zeitrahmen und legt selbst fest, dass die Bearbeitung „kritischer“ Schwachstellen zeitnah auch außerhalb der Arbeitszeit und die „hoher“ binnen eines Arbeitstags beginnt; ohne Fristen kann der Prüfer OPS-25.03B nicht prüfen.Fristen je Schweregrad in die Richtlinie schreiben und im Ticketsystem überwachen.
SIEM ohne Bezug zu den ScanergebnissenSIEM und Schwachstellenmanagement laufen getrennt.OPS-25.04B verlangt, die Scanergebnisse für die SIEM-Regeln zu nutzen, damit die aktive Ausnutzung bekannter Schwachstellen erkannt wird.Schritt in die Kontrolle aufnehmen, wie im Beispiel oben.
Nutzungsdaten ohne vertragliche ZweckangabeProduktanalysen sind über die Zeit gewachsen.OPS-11.02B verlangt, dass der Vertrag alle Zwecke nennt, für die abgeleitete Cloud-Dienstdaten erhoben und genutzt werden, außer den Zwecken, die zum allgemeinen Betrieb jedes Cloud-Dienstes gehören.Zwecke erheben, Vertragsanhang ergänzen, nicht gedeckte Auswertungen einstellen. Datenschutzrechtliche Fragen dazu sind gesondert zu prüfen.

Welche Lücken die Prüfung tatsächlich blockieren und in welcher Reihenfolge Sie sie schließen, klärt eine Maßnahmenplanung über alle Gebiete.

Alle Kriterien des Themengebiets OPS

Titel nach der deutschen Fassung 1.1.0, Zählung der Unterkriterien nach Abschnitt 5 (B = Basis, AS = verschärfend, AC = erweiternd). Die Spalte „Worum es geht“ ist unsere eigene Kurzbeschreibung, kein Katalogtext; verbindlich ist der Wortlaut der Kriterien im Katalog.

IDTitel (Katalog)B/AS/ACWorum es geht
OPS-01Kapazitätsmanagement - Planung3/0/1Kapazitäten für Personal und Technik vorausplanen, damit Zusagen an Kunden auch bei Engpässen halten.
OPS-02Kapazitätsmanagement - Überwachung2/0/1Überwachen, dass Ressourcen wie vereinbart bereitstehen, und Kunden über vertragsrelevante Engpässe informieren.
OPS-03Kapazitätsmanagement - Steuerung von Ressourcen2/0/0Kunden können ihre zugewiesenen Ressourcen je nach Dienstmodell steuern und erfahren von wesentlichen Sicherheitsänderungen daran.
OPS-04Schutz vor Malware - Richtlinien und Verfahren1/0/0Regeln, wo und wie Schutzprogramme laufen, vom Server bis zum Endgerät des Personals.
OPS-05Schutz vor Malware - Umsetzung3/1/3Schutz auf den Produktivsystemen, tägliche Aktualisierung und regelmäßige Auswertung der Berichte.
OPS-06Datensicherung und -wiederherstellung - Richtlinien und Verfahren1/1/0Was wie oft, wie lange und verschlüsselt gesichert wird, abgestimmt auf Verträge, RTO und RPO.
OPS-07Datensicherung und -wiederherstellung - Überwachung2/0/1Sicherungsläufe überwachen und Fehler zeitnah beheben.
OPS-08Datensicherung und -wiederherstellung - Regelmäßige Tests5/0/2Wiederherstellung mindestens jährlich testen, gegen Zielwerte bewerten und vollständig dokumentieren.
OPS-09Datensicherung und -wiederherstellung - Aufbewahrung5/0/0Sicherungen an einem entfernten Standort mit gleichem Schutzniveau und verschlüsselter Übertragung.
OPS-10Protokollierung und Überwachung - Richtlinien und Verfahren1/0/0Welche Ereignisse protokolliert werden, wer zuständig ist, wie lange aufbewahrt wird und welche Zeitquelle gilt.
OPS-11Protokollierung und Überwachung - Richtlinien und Verfahren für den Umgang mit abgeleiteten Cloud-Dienstdaten und Kontodaten2/0/2Betriebs- und Kontodaten nur für den Betrieb nutzen und alle weiteren Zwecke im Vertrag nennen.
OPS-12Protokollierung und Überwachung - Zugriff, Aufbewahrungsfristen und Löschung1/0/0Zugriff, Aufbewahrung und Löschung der Protokolle technisch durchsetzen.
OPS-13Protokollierung und Überwachung - Sicherheitsinformations- und Ereignismanagement2/0/3Relevante Protokolle in ein SIEM mit Korrelation, Alarmierung und automatisierter Reaktion führen.
OPS-14Protokollierung und Überwachung - Aufbewahrung der Protokolldaten3/0/0Protokolle unveränderbar und zentral auswertbar aufbewahren und geschützt übertragen.
OPS-15Protokollierung und Überwachung - Zurechenbarkeit3/0/2Zugriffe je Mandant eindeutig zuordnen und forensische Analysen mit Beweiskette ermöglichen.
OPS-16Protokollierung und Überwachung - Konfiguration2/0/0Zugang zu den Protokollsystemen nur mit mehreren Faktoren, Änderungen nach dem Änderungsprozess.
OPS-17Protokollierung und Überwachung - Verfügbarkeit der Überwachungssoftware2/0/2Ausfälle der Protokoll- und Überwachungssysteme selbst erkennen und melden.
OPS-18Umgang mit Schwachstellen - Richtlinien und Verfahren5/0/0Schwachstellen finden, nach CVSS bewerten und in festen Fristen behandeln, mit Regeln für Ausnahmen.
OPS-19Umgang mit Vorfällen und Abstürzen - Richtlinien und Verfahren1/0/0Regeln für Klassifizierung, Eskalation und den Umgang mit Absturzdateien.
OPS-20Umgang mit Vorfällen - Umsetzung1/0/0Vorfälle im Betrieb erfassen, einstufen und bearbeiten.
OPS-21Umgang mit Abstürzen - Implementierung1/0/0Abstürze von Komponenten oder des Dienstes erfassen und bearbeiten.
OPS-22Umgang mit Schwachstellen, Vorfällen und Abstürzen - Penetrationstests8/3/5Risikobasierte Penetrationstests mindestens jährlich, jede relevante Komponente spätestens alle drei Jahre, mit Ursachenanalyse.
OPS-23Umgang mit Schwachstellen, Vorfällen und Abstürzen - Messungen, Analysen und Bewertungen von Abläufen2/0/0Die eigenen Verfahren messen und mindestens quartalsweise bewerten.
OPS-24Einbindung des Cloud-Kunden bei Vorfällen2/0/1Betroffene Kunden über den Stand von Vorfällen und die ergriffenen Maßnahmen informieren.
OPS-25Umgang mit Schwachstellen, Vorfällen und Abstürzen - Schwachstellenscans4/2/1Mindestens monatliche Scans mit Abgleich gegen Schwachstellendatenbanken und Rückfluss ins SIEM.
OPS-26Umgang mit Schwachstellen, Vorfällen und Abstürzen - Systemhärtung6/1/0Produktivsysteme nach anerkannten Standards härten, Vorgaben dokumentieren und Abweichungen überwachen.
OPS-27Umgang mit Schwachstellen - Richtlinien und Verfahren zum Patch-Management4/1/0Patches planen, vorher testen, zurückrollen können und nach dem Einspielen erneut scannen.
OPS-28Umgang mit Schwachstellen - Implementierung des Patch-Managements1/0/0Das Patch-Verfahren technisch und organisatorisch umsetzen.
OPS-29Umgang mit Schwachstellen, Vorfällen und Abstürzen - extern bezogene Komponenten1/0/0Updates und Schwachstellen in Fremd- und Open-Source-Bibliotheken laufend verfolgen und einspielen.
OPS-30Trennung von Datensätzen - Richtlinien und Verfahren1/0/0Mandantentrennung risikobasiert entlang eines dokumentierten Schichtenmodells festlegen.
OPS-31Trennung von Datensätzen - Implementierung3/0/0Die Trennung auf gemeinsam genutzten Ressourcen umsetzen und die Risikobewertung mindestens jährlich prüfen.
OPS-32Confidential Computing - Richtlinien und Verfahren3/0/1Nur bei angebotenem Confidential Computing: Zweck, Technik und Grenzen dokumentieren und Kunden mitteilen.
OPS-33Confidential Computing - Remote-Attestierung3/0/2Nur bei angebotenem Confidential Computing: Remote Attestation mit Prüfschnittstelle für Kunden.
OPS-34Container-Management - Richtlinien und Verfahren2/0/1Regeln für den gesamten Lebenszyklus von Images und Containern, von der Erstellung bis zur Stilllegung.
OPS-35Containermanagement - Implementierung1/0/0Die Container-Regeln technisch und organisatorisch umsetzen.

Sicherheitsvorfälle im engeren Sinn regelt das Gebiet SIM; OPS-19 legt fest, wann eine Störung dorthin eskaliert wird.

Bezug zu ISO/IEC 27001:2022 Anhang A

Die folgende Zuordnung ist unsere eigene, nicht amtliche Einordnung nach Thema. Das BSI hat für C5:2026 noch keine Kreuzreferenz veröffentlicht, und auch eine amtliche Tabelle zeigt nach dem Katalog nur thematische Nähe, keine Erfüllung (Abschnitt 3.3). Die Kurzbezeichnungen sind unsere, keine Titel aus der Norm.

C5:2026ISO/IEC 27001:2022 Anhang AThema (Kurzbezeichnung)Was C5 zusätzlich konkret verlangt (unsere Einschätzung)
OPS-01 bis OPS-03A.8.6KapazitätBezug auf SLA und Information der Kunden bei Engpässen
OPS-04, OPS-05A.8.7SchadsoftwareSignaturaktualisierung mindestens täglich
OPS-06 bis OPS-09A.8.13Datensicherungjährlicher Wiederherstellungstest gegen RTO und RPO, entfernter Standort mit gleichem Schutz
OPS-10 bis OPS-17A.8.15, A.8.16, A.8.17Protokollierung, Überwachung, ZeitsynchronisationSIEM mit festgelegten Fähigkeiten, Zweckbindung abgeleiteter Daten im Vertrag
OPS-18, OPS-22, OPS-25, OPS-27 bis OPS-29A.8.8Technische Schwachstellen und PatchesFristen je Schweregrad, monatliche Scans, Penetrationstests mit Mehrjahresplan
OPS-19 bis OPS-21, OPS-24A.5.24, A.5.26Vorfälle und StörungenRegeln für Absturzdateien, Information der Kunden
OPS-23A.5.27 (teilweise)Lernen aus Vorfällenquartalsweise Bewertung der Verfahren
OPS-26A.8.9Konfiguration und HärtungPrüfung unveränderlicher Images in einem festen Verfahren
OPS-30 bis OPS-35kein direktes GegenstückMandantentrennung, Confidential Computing, Containereigene Kriterien in C5:2026

Häufige Fragen

Wie oft muss die Datenwiederherstellung getestet werden?+
Nach OPS-08.01B mindestens jährlich, sofern die Datensicherung vertraglich vereinbart ist (sonst ist OPS-08 nach den ergänzenden Informationen nicht anwendbar). Die Tests müssen zeigen, ob vertragliche Vereinbarungen, RTO und RPO eingehalten werden, und sind vollständig zu dokumentieren, einschließlich der sicheren Entsorgung der wiederhergestellten Daten.
Wie oft verlangt C5 Schwachstellenscans und Penetrationstests?+
Schwachstellenscans mindestens monatlich (OPS-25.01B), mit dem verschärfenden Unterkriterium täglich. Penetrationstests mindestens jährlich und bei wesentlichen Änderungen (OPS-22.01B); folgt der Testplan mehreren Jahren, muss jede relevante Komponente spätestens alle drei Jahre getestet werden.
Brauche ich für C5 ein SIEM?+
OPS-13.01B verlangt, relevante Protokolldaten in ein System für Security Information and Event Management zu führen, das innerhalb der Cloud-Umgebung oder extern betrieben werden kann. OPS-13.02B nennt die Fähigkeiten, die es haben muss, etwa Korrelation und Alarmierung in Echtzeit.
Gelten die Kriterien zu Confidential Computing für jeden Dienst?+
Nein. OPS-32 und OPS-33 gelten nur, wenn der Dienst Funktionen für Confidential Computing anbietet. Sonst begründen Sie in der Systembeschreibung, warum sie nicht anwendbar sind.
Was muss ich tun, wenn die Plattform Teile des Betriebs übernimmt?+
Sie legen fest, welche Kontrollen bei der Plattform liegen, und wählen Carve-out oder Inclusive. Beim Carve-out bleiben deren Kontrollen außerhalb Ihrer Prüfung; Sie überwachen die Plattform aber nach dem Gebiet SSO und bleiben für die Kriterien verantwortlich.

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Quellen

Diese Inhalte dienen der allgemeinen technischen und organisatorischen Information und stellen keine Rechtsberatung dar (keine Rechtsdienstleistung i. S. d. RDG).