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BSI C5

Container und Kubernetes im C5:2026: OPS-34 und OPS-35 prüffähig umsetzen

Seit C5:2026 hat der Container-Betrieb zwei eigene Kriterien: OPS-34 verlangt Richtlinien für den ganzen Lebenszyklus von Images und Containern, OPS-35 deren Umsetzung. Beide sind Basiskriterien und gelten für jeden Anbieter, der seinen Dienst in Containern betreibt, auch auf einem verwalteten Kubernetes-Cluster eines Hyperscalers. Diese Seite zeigt an einem SaaS-Beispiel, welche Pflichten beim Anbieter bleiben, wie eine Kontrolle zur Image-Freigabe aussieht und welche Nachweise der Prüfer sehen will.

Gestapelte Schiffscontainer bei Nacht, ein Container von goldenem Licht angestrahlt

Stand: 2026-11-01

Diese Seite behandelt den Container-Betrieb als Schwerpunkt des C5:2026. Das Themengebiet OPS als Ganzes, darunter Schwachstellenscans und Patch-Management, behandelt die Seite Themengebiet OPS; welche neuen Schwerpunkte der Katalog insgesamt setzt, steht auf der Seite C5:2026.

Worum geht es bei Containern im C5:2026?

Der Katalog nennt Container-Management ausdrücklich als einen der neuen Schwerpunkte (Abschnitt 1.1). Kern sind zwei neue Basiskriterien im Gebiet OPS: OPS-34 „Container-Management - Richtlinien und Verfahren“ und OPS-35 „Containermanagement - Implementierung“. OPS-34.01B verlangt Vorgaben für den gesamten Container-Lebenszyklus mit mindestens fünf Stationen: Erstellung, Test und Validierung von Images, ihre Aufbewahrung und ihr Abruf, Bereitstellung und Verwaltung der Container, ihr Betrieb und die Außerbetriebnahme von Images und Containern. OPS-35 verlangt, dass der Anbieter diese Vorgaben technisch und organisatorisch umsetzt und pflegt.

OPS-34.02B listet neun Aspekte, die die Richtlinie entlang des Lebenszyklus abdecken muss. Die meisten verweisen auf Kriterien anderer Gebiete, OPS-34 bündelt sie für Container:

  • Inventar der Container nach einem dokumentierten Prozess (AM-02, AM-03, AM-09),
  • Bedarf an Schutz vor Schadsoftware beurteilen (OPS-05),
  • Protokollierung und Überwachung entlang des Lebenszyklus (OPS-10, OPS-12),
  • Trennung der Kundendaten auf Basis einer Risikobeurteilung (OPS-30),
  • Zugriff auf den Container-Host nach Rollen- und Rechtemodell (IAM-01, IAM-06),
  • Verschlüsselung gespeicherter und übertragener Daten, soweit möglich (CRY-01),
  • Netzsicherheit, etwa das Erkennen unerwarteter Datenflüsse (COS-01, COS-03),
  • Änderungen an Containern und Images nach einem geregelten Prozess (DEV-03),
  • Härtung nach Branchenstandards, damit keine unnötigen Dienste laufen (PSS-11).

Beim Host-Zugriff und bei der Verschlüsselung schreibt der Katalog „sollte“, die übrigen Punkte formuliert er als feste Anforderung. Dazu kommen Container-Bezüge an anderen Stellen: IAM-06.08B verlangt, die Aktivitäten privilegierter Nutzer an Containern und Images nach OPS-10 zu protokollieren, COS-05.02B trennt die Netze, über die der Anbieter Workloads erstellt und orchestriert, von den Netzen der Kunden. Der Begriff Kubernetes steht nicht im Katalog; die Kriterien sind technikneutral und gelten für jede Orchestrierung.

Ausgangssituation: ein HR-SaaS auf verwaltetem Kubernetes

Fiktives Beispiel, kein Kunde. Ein Anbieter betreibt eine Software für Personalverwaltung und Gehaltsabrechnung für mittelständische Unternehmen. Der Dienst besteht aus rund 40 Microservices in einem verwalteten Kubernetes-Cluster eines großen Cloud-Anbieters, dazu eine verwaltete Datenbank und eine Container-Registry desselben Anbieters. Images entstehen in einer Build-Pipeline, ein GitOps-Werkzeug spielt sie in den Cluster ein. Das Plattformteam hat fünf Personen.

So sieht es vor dem Projekt aus:

  • Basis-Images ziehen die Teams selbst aus öffentlichen Registries, jedes Team mit eigenem Stand.
  • In der Registry liegen mehrere tausend Images, auch solche ohne laufenden Container; welches Image in Produktion läuft, zeigt nur der Cluster selbst.
  • Zwei Administratoren haben Cluster-Admin-Rechte über ein statisches Konfigurationsfile; ihre Befehle am Cluster werden nicht gesondert protokolliert.
  • Für Fehlersuchen öffnen Entwickler gelegentlich eine Shell in laufenden Produktivcontainern.
  • Es gibt keine schriftliche Regel, wann ein Image gelöscht wird.

Technisch ist das ein üblicher Aufbau. Für die Prüfung fehlt die Richtlinie nach OPS-34, und ohne sie kann der Prüfer weder die Angemessenheit noch, bei Typ 2, die Wirksamkeit über den Zeitraum beurteilen.

Wer ist wofür verantwortlich: Anbieter, Plattform, Kunde?

Bei verwaltetem Kubernetes betreibt die Plattform die Steuerungsebene des Clusters, der Anbieter alles, was er darauf ausrollt. Die Kriterien OPS-34 und OPS-35 richten sich an den Anbieter; korrespondierende Kriterien für Kunden nennt der Katalog dort nicht. Unsere Einordnung für das Beispiel:

AspektAnbieterPlattform (Subdienstleister)Kunde (Unternehmen mit HR-Daten)
Richtlinie für den Container-Lebenszyklusschreibt und pflegt sie (OPS-34), setzt sie um (OPS-35)--
Steuerungsebene des Clusters (API-Server, Cluster-Datenbank)konfiguriert Zugriff, Protokollierung und Versionen, soweit der Dienst es zulässtbetreibt, härtet und patcht sie-
Knoten und Container-Hostswählt Knoten-Images und Aktualisierungsregeln, beschränkt den Host-Zugriffliefert Knoten-Images und Aktualisierungen-
Eigene Images, Registry-Inhalte, Deploymentsverantwortet Erstellung, Freigabe, Inventar, Betrieb und Löschungstellt Registry und Scanfunktion bereit-
Netze für Orchestrierungtrennt sie von Kundenverkehr (COS-05.02B)stellt die Netzfunktionen bereit-
Container, die Kunden selbst betreibenbei diesem SaaS nicht vorgesehen; sonst Funktionen nach PSS-11-sonst eigene Images nach eigenen Anforderungen (korrespondierende Kriterien zu PSS-11)

Nutzen Sie für die Plattform die Carve-out-Methode, liegen deren Kontrollen außerhalb Ihrer Prüfung, die Verantwortung für die Kriterien bleibt bei Ihnen (siehe C5-Scope). Lassen Sie Kunden eigene Container betreiben, etwa als PaaS, kommt PSS-11 hinzu: Kunden müssen die Auswahl von Images einschränken können, bereitgestellte Images brauchen Herkunftsangaben und eine Härtung nach Branchenstandards. Nach den ergänzenden Informationen ist PSS-11 für SaaS typischerweise nicht anwendbar; das begründen Sie in der Systembeschreibung.

Beispiel-Kontrollbeschreibung zur Image-Freigabe (OPS-34, OPS-35)

Die ersten drei Stationen des Lebenszyklus lassen sich in einer Kontrolle zusammenfassen: Kein Image kommt in die Produktion, das nicht gebaut, geprüft und freigegeben wurde. Unsere Beispiel-Kontrolle für den Anbieter oben (eigene Formulierung, kein Katalogtext):

FeldBeispiel
Kontroll-IDK-OPS-34-01 Image-Freigabe und Zulassung im Cluster
ZugeordnetOPS-34.01B Nr. 1 bis 3, OPS-34.02B Nr. 1, 8 und 9, OPS-35.01B; mit Signatur zusätzlich OPS-34.01AC Nr. 1
ZielIm Produktivcluster laufen nur Images, die aus einem freigegebenen Basis-Image in der Pipeline gebaut, geprüft und im Inventar erfasst sind.
VerantwortlichLeitung Plattformteam (Durchführung); Kontrolle durch die Informationssicherheitsbeauftragte (ISB)
Auslöser und Frequenzjeder Build eines Produktiv-Images und jedes Deployment; monatliche Durchsicht der Ausnahmen
DurchführungTeams bauen nur auf gehärteten Basis-Images aus der eigenen Registry. Die Pipeline prüft jedes Image auf bekannte Schwachstellen und auf Abweichungen von der Härtungsvorgabe, signiert es und erfasst Digest, Basis-Image, Version und verantwortliches Team im Inventar. Eine Zulassungsregel im Cluster lehnt Images ohne gültige Signatur oder aus fremden Registries ab. Ausnahmen genehmigt die Leitung Plattformteam mit Ablaufdatum im Ticket.
KontrolleEin täglicher Abgleich zwischen laufenden Containern und Inventar meldet Images ohne Eintrag. Die ISB sieht monatlich die Liste der Ausnahmen und der abgelehnten Deployments durch.
EskalationLäuft ein Image ohne Inventareintrag oder ohne gültige Ausnahme, geht ein Ticket mit Frist von einem Arbeitstag an das zuständige Team; ist es danach nicht behoben, entscheidet die Leitung Plattformteam über das Abschalten. Jeder Fall wird als Abweichung erfasst.
NachweisPipeline-Protokolle mit Prüfergebnis und Signatur, Inventar-Export, Protokoll der Zulassungsregel, Ausnahmetickets, monatliches Durchsichtsprotokoll

Die Signatur ist nach dem Katalog ein erweiterndes Zusatzkriterium (OPS-34.01AC Nr. 1); für die Basis genügt eine andere wirksame Freigabe. Wir empfehlen sie trotzdem, weil die Zulassungsregel im Cluster sie technisch durchsetzt und der Nachweis dann automatisch entsteht. Wer sie aufnimmt, muss auch den Signaturschlüssel nach CRY-10 sicher speichern (siehe Themengebiet CRY). Die Scans selbst gehören zu OPS-25; wie eine Scan-Kontrolle aussieht, zeigt die Seite Themengebiet OPS.

Schaubild „Container-Lebenszyklus nach OPS-34“. Fünf Stationen von links nach rechts nach OPS-34.01B: 1 Images erstellen, testen, validieren; 2 Images aufbewahren und abrufen; 3 Container bereitstellen und verwalten; 4 Container betreiben; 5 Images und Container außer Betrieb nehmen. Stationen 1 bis 3 gold umrandet als Bereich der Beispiel-Kontrolle „Image-Freigabe“. Darunter „Über den ganzen Lebenszyklus (OPS-34.02B)“ mit neun Feldern: Inventar der Container (AM-02, AM-03, AM-09), Schutz vor Schadsoftware beurteilen (OPS-05), Protokollierung und Überwachung (OPS-10, OPS-12), Trennung der Kundendaten (OPS-30), Zugriff auf den Container-Host (IAM-01, IAM-06, „sollte“), Verschlüsselung, soweit möglich (CRY-01, „sollte“), Netzsicherheit (COS-01, COS-03), geregelte Änderungen an Containern und Images (DEV-03), Härtung nach Branchenstandards (PSS-11). Unten zwei Kästen: OPS-35, die Vorgaben technisch und organisatorisch umsetzen und pflegen; erweiternd OPS-34.01AC: signierte Images, Laufzeitüberwachung, Scans von Images und Abhängigkeiten.
Grafik antippen, um sie in voller Größe zu öffnen.Lebenszyklus von Images und Containern mit den übergreifenden Anforderungen. Quelle: BSI, Kriterienkatalog Cloud Computing C5:2026, Version 1.1.0, OPS-34 und OPS-35; eigene Darstellung.

Welche Nachweise der Prüfer sehen will

Container-Nachweise entstehen fast vollständig maschinell, in Pipeline, Registry und Cluster. Wichtig ist, dass Sie sie über den ganzen Prüfungszeitraum aufbewahren; ein Cluster zeigt nur den aktuellen Zustand. Beispiele aus dem Szenario:

NachweisKriteriumHerkunftVerantwortlichZeitbezug
Richtlinie für den Container-Lebenszyklus mit den fünf Stationen und neun AspektenOPS-34.01B, OPS-34.02BDokumentenablage des ISMSISBim Zeitraum gültige Fassung mit Freigabedatum
Inventar der Images und laufenden Container mit Herkunft und VerantwortlichemOPS-34.02B Nr. 1, AM-02Registry, Cluster, InventarwerkzeugPlattformteamStichtage auf Anforderung, Änderungshistorie über den Zeitraum
Härtungsvorgabe für Basis-Images und Prüfergebnisse der PipelineOPS-34.02B Nr. 9, OPS-26.02B, OPS-26.03BRepository der Vorgaben, Pipeline-ProtokollePlattformteamStichprobe von Builds aus dem Zeitraum
Konfigurations- und Protokolldaten zur Bereitstellung der ImagesOPS-26.04BPipeline, GitOps-RepositoryPlattformteamüber den ganzen Zeitraum aufbewahrt
Protokolle privilegierter Zugriffe auf Cluster, Container und ImagesIAM-06.08B, OPS-34.02B Nr. 5Audit-Protokoll der Steuerungsebene, SIEMBetriebfortlaufend, Stichprobe
Änderungsnachweise für DeploymentsOPS-34.02B Nr. 8, DEV-03Merge-Requests mit Freigabe, GitOps-HistorieTeamleitungenStichprobe aus dem Zeitraum
Netzrichtlinien zwischen Namespaces und Trennung der OrchestrierungsnetzeOPS-34.02B Nr. 7, COS-05.02BExport der Netzrichtlinien, NetzplanPlattformteamStand zu Beginn und Ende des Zeitraums, Änderungen dazwischen
Löschprotokoll für Images und ContainerOPS-34.01B Nr. 5Bereinigungsjob der RegistryPlattformteamjeder Lauf im Zeitraum

Welche Nachweise Sie wann für welches Unterkriterium vorhalten, gehört in ein Nachweisregister; wie Sie es führen, zeigt die Seite Nachweise und Dokumentation.

Mögliche Lücken: Ursache, Wirkung, Abhilfe

Die folgenden Lücken folgen aus dem Wortlaut der Kriterien und dem Szenario. Ist ein Unterkriterium nicht erfüllt, gilt das Kriterium als nicht erfüllt, und der Prüfer berichtet die Abweichung (Abschnitte 3.4.12 und 3.4.13).

Mögliche LückeUrsacheWirkungAbhilfe
Keine Richtlinie für den LebenszyklusPipeline und Cluster sind gut eingerichtet, aber nirgends beschrieben.OPS-34.01B verlangt dokumentierte, kommunizierte Richtlinien und Verfahren nach SP-01; ohne sie fehlt auch der Maßstab für OPS-35.Richtlinie entlang der fünf Stationen und neun Aspekte schreiben, auf die vorhandenen Werkzeuge verweisen, nach SP-01 freigeben.
Inventar nur im ClusterWas läuft, zeigt nur die Kubernetes-API, ohne Historie und ohne Verantwortliche.OPS-34.02B Nr. 1 verlangt ein Inventar nach dokumentiertem Prozess; der Prüfer kann Stichproben aus dem Zeitraum nicht nachvollziehen.Images und Deployments mit Digest, Version, Team und Zeitraum in ein Inventar übernehmen, das Änderungen festhält.
Shell in ProduktivcontainernFehlersuche läuft direkt in laufenden Containern.Änderungen an Containern laufen damit am Prozess nach DEV-03 vorbei (OPS-34.02B Nr. 8), privilegierte Aktivitäten müssen nach IAM-06.08B protokolliert sein.Zugriff nur über ein befristetes Recht mit Ticket, Protokoll an das SIEM, für Fehlersuchen eigene Debug-Container ohne Schreibrechte auf Produktivdaten.
Basis-Images ohne HärtungJedes Team zieht eigene Images aus öffentlichen Quellen.OPS-34.02B Nr. 9 und OPS-26.01B verlangen Härtung nach anerkannten Branchenstandards, bei immutable Images ein konsistentes Prüfverfahren (OPS-26.03B).gemeinsame gehärtete Basis-Images in der eigenen Registry, Prüfung in der Pipeline, Bezug fremder Software nach DEV-14 (siehe Themengebiet DEV).
Keine AußerbetriebnahmeAlte Images bleiben unbegrenzt in der Registry.OPS-34.01B Nr. 5 verlangt Vorgaben auch für die Außerbetriebnahme; ungepflegte Images lassen sich zudem jederzeit wieder ausrollen.Aufbewahrungsregel festlegen, nicht mehr genutzte Images automatisch löschen oder sperren, Löschläufe protokollieren.

In welcher Reihenfolge Sie solche Lücken schließen, ist eine Frage der Maßnahmenplanung über alle Gebiete.

Kriterien mit Container-Bezug

Titel nach der deutschen Fassung 1.1.0, Zählung der Unterkriterien nach Abschnitt 5 (B = Basis, AS = verschärfend, AC = erweiternd). Die Auswahl außerhalb von OPS-34 und OPS-35 ist unsere Einordnung. Die Spalte „Worum es geht“ ist unsere eigene Kurzbeschreibung, kein Katalogtext; verbindlich ist der Wortlaut der Kriterien im Katalog.

IDTitel (Katalog)B/AS/ACWorum es geht
OPS-34Container-Management - Richtlinien und Verfahren2/0/1Regeln für den ganzen Lebenszyklus von Images und Containern, als Zusatz Signatur, Laufzeitüberwachung und Scans.
OPS-35Containermanagement - Implementierung1/0/0Die Regeln aus OPS-34 technisch und organisatorisch umsetzen und pflegen.
OPS-26Umgang mit Schwachstellen, Vorfällen und Abstürzen - Systemhärtung6/1/0Härtung aller Systemkomponenten, mit eigenen Regeln für immutable Images.
IAM-06Privilegierte Zugriffsberechtigungen9/0/4Admin-Rechte personalisiert und befristet, mit eigenem Unterkriterium zur Protokollierung an Containern und Images.
COS-05Netze für die Administration2/0/1Getrennte Netze für Administration und für das Orchestrieren von Workloads.
AM-03Hardware-Asset-Inventar1/0/0Inventar der Hardware; betreiben Kunden Container, inventarisiert der Anbieter auch diese.
PSS-11Images für virtuelle Maschinen und Container1/0/2Nur wenn Kunden Container betreiben: Auswahl beschränkbar, Herkunft gekennzeichnet, Images gehärtet.

Wie Zusatzkriterien wie OPS-34.01AC in den Prüfungsumfang kommen, erklärt die Seite C5-Kriterienkatalog. OPS-34 und OPS-35 sind in C5:2026 ohne Vorgänger neu; aus C5:2020 gibt es dafür keine Kontrollen, die Sie umnummerieren könnten.

Bezug zu ISO/IEC 27001:2022 Anhang A

Die folgende Zuordnung ist unsere eigene, nicht amtliche Einordnung nach Thema. Das BSI hat für C5:2026 noch keine Kreuzreferenz veröffentlicht, und auch eine amtliche Tabelle zeigt nach dem Katalog nur thematische Nähe, keine Erfüllung (Abschnitt 3.3). Die Kurzbezeichnungen sind unsere.

C5:2026ISO/IEC 27001:2022 Anhang AThema (Kurzbezeichnung)Was C5 zusätzlich konkret verlangt (unsere Einschätzung)
OPS-34, OPS-35A.8.9, A.8.32Konfiguration und Änderungeneigene Richtlinie für den Container-Lebenszyklus mit fünf Stationen und neun Aspekten
OPS-34.02B Nr. 1A.5.9InventarContainer und Images ausdrücklich im Inventar
OPS-26A.8.9Härtungkonsistente Prüfung bei immutable Images, Aufbewahrung der Bereitstellungsdaten
IAM-06.08BA.8.2, A.8.15privilegierte Rechte und ProtokollierungProtokollierung privilegierter Aktivitäten an Containern und Images
COS-05.02BA.8.22Trennung von NetzenOrchestrierungsnetze getrennt von Kundennetzen

Häufige Fragen

Gelten OPS-34 und OPS-35 auch, wenn ich verwaltetes Kubernetes nutze?+
Ja, soweit Sie Container betreiben. Die Plattform betreibt die Steuerungsebene, Images, Deployments, Rechte und Löschregeln bleiben Ihre Aufgabe. Ob die Kontrollen der Plattform in Ihre Prüfung fallen, hängt von Carve-out oder Inclusive ab; die Verantwortung für die Kriterien bleibt bei Ihnen.
Muss ich Container-Images signieren?+
Für die Basis nicht. Die Signatur steht im erweiternden Zusatzkriterium OPS-34.01AC Nr. 1, zusammen mit Laufzeitüberwachung und Scans von Images und Abhängigkeiten. Für die Basis brauchen Sie eine dokumentierte Erstellung, Prüfung und Freigabe nach OPS-34.01B; eine Signatur ist ein einfacher Weg, sie durchzusetzen.
Gilt PSS-11 für einen SaaS-Dienst?+
Nach den ergänzenden Informationen zu PSS-11 typischerweise nicht. Das Kriterium betrifft Dienste, bei denen Kunden selbst virtuelle Maschinen oder Container betreiben. Die Nichtanwendbarkeit begründen Sie in der Systembeschreibung.
Steht Kubernetes im C5-Katalog?+
Nein. Der Katalog spricht technikneutral von Containern, Images, Container-Hosts und Orchestrierung. Welche Teile von Kubernetes welches Unterkriterium berühren, ordnen Sie in Ihrer Richtlinie selbst zu.
Was ändert sich gegenüber C5:2020?+
OPS-34 und OPS-35 sind nach der Änderungshistorie des BSI ohne Vorgänger neu. Wer Container bisher über allgemeine Härtungs- und Änderungskontrollen abgedeckt hat, braucht jetzt zusätzlich eine eigene Richtlinie für den Lebenszyklus und deren nachweisbare Umsetzung.

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Quellen

Diese Inhalte dienen der allgemeinen technischen und organisatorischen Information und stellen keine Rechtsberatung dar (keine Rechtsdienstleistung i. S. d. RDG).